Kleiner Vorgeschmack
| Produktion | 9 KommentareAuch wenn wir momentan in der Produktion eine Pause machen, wollen wir euch weitere Infos zum Projekt nicht vorenthalten. Heute gibt es deshalb mal eine kleine Animation zu sehen, die wir bereits gedreht haben.
Wir freuen uns über jedes Feedback! Auch wenn ihr zu anderen Aspekten des Films Fragen habt, schickt sie uns.

Coyote’s got a brand new bag!
| Pre-Produktion | 3 KommentareEs ist braun, rund, und in der Regel ist man nur am Inhalt interessiert. Was ist es?
Ein Sack natürlich. Ein Sack der Marke “Weihnachtsmann”, um genau zu sein. Denn wie der Mann mit dem rotem Mantel soll unser Kojote etwas mit sich herumschleppen, was andere gerne haben würden. Während der Rauschebartträger aber zu jedem x-beliebigen Jutesack greifen kann, standen wir vor dem gleichen Problem wie bei allen anderen Requisiten: unsere Figuren sind nur ca. 20 cm groß. Wir benötigen daher einen Miniatursack, der dann in der Großaufnahme aussieht wie ein großer.
Da wir nirgends einen solchen Sack mit passender Größe, Stoffstruktur und Festigkeit auftreiben konnten, musste einer gebastelt werden. Am Ende einer ausgiebigen Suche nach dem richtigen Stoff - besonders im gewaltigen Fundus meiner Großmutter - wählten wir eine simple Stofftasche, wie sie im Supermarkt an der Kasse zu bekommen ist. Die Struktur des Materials war ideal, nur die Farbe noch nicht. Wir mussten die Tasche also einfärben. Die Idee meiner Großmutter, dafür Kaffee (!) zu verwenden, war einfach nur genial: der Stoff bekam die richtige Farbe und sieht jetzt dank dieser Methode schön alt und benutzt aus!
Nun musste der Sack nur noch genäht werden. Da unsere Talente nun doch an anderen Stellen liegen *hüstel*, überließen wir diese Aufgabe meinem Großvater, der früher bei einem namhaften DEUTschen TaschenherstellER gearbeitet hat. Wie er eindrucksvoll beweisen konnte, hat er seit damals nichts verlernt…:
Im ersten Arbeitsschritt werden Grundfläche (Boden) und Mantel des zylindrischen Sacks auf den Stoff gezeichnet und ausgeschnitten.
Dann wird am oberen Rand des noch rechteckigen Mantels ein Saum genäht und die rechte und die linke Seite miteinander vernäht, um eine “Röhre” zu erhalten.
Um sicher zu gehen, dass Boden und “Röhre” beim Vernähen nicht zueinander verrutschen, greift mein Opa zu einem kleinen Trick: er faltet beide Teile jeweils zwei Mal bei der Hälfte und schneidet kleine Ecken in den Stoff, so dass jedes Viertel des Kreises markiert ist.
Mein Opa legt nun “Röhre” und Boden sorgfältig an den Markierungen aufeinander und näht sie zusammen.
Nun muss nur noch der Sack umgestülpt werden, so dass die Nähte nur noch von innen zu sehen sind. Fertig!
Ich bezweifle, dass wir das alleine jemals so gut hingekriegt hätten… Also, Oma und Opa, nochmals vielen Dank!

Murphy’s Gesetz
| Produktion | 0 KommentareScheinbar ist diese Woche geprägt von Murphy’s Gesetz : “Alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen”.
Während der Großteil unseres Teams Bachelorarbeiten schreiben muss und deshalb wenig Zeit für den Trickfilmdreh hat, passieren ausgerechnet jetzt die größten Mißgeschicke. Als erstes brannte uns gestern der dritte Baustrahler durch. Dann fiel mitten beim Dreh die Spiegelreflex-Kamera aus, was durch aus- und wieder einschalten zuerst kein Problem schien. Leider stellten wir erst nach dem Dreh fest, daß dadurch eins der Bilder zerstört worden war. Den Rest des Nachmittags versuchten wir dann, mithilfe von Stop Motion Pro dieses Bild zu rekonstruieren, was leider nicht 100% gelang.
Heute passierte dann ein noch größerer Unfall: Beim bewegen eines der Kojoten-Augen brach ein Stück der Glasperle ab. Gottseidank stehen erstmal ein paar weitere Szenen mit Fernglas an, so daß das Auge nicht sichtbar ist und die Reperatur nicht sofort stattfinden muss.
Immerhin haben wir trotz der Pannen in den letzten Tagen weitere 6 Sekunden animiert. Nicht besonders viel, aber Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. ![]()

Erste Ergebnisse
| Produktion | 4 KommentareSonntag haben wir endlich die ersten Frames für den Film geschossen. Nach sonntäglichem Spätaufstehen und einer Vorbesprechung blieben nur ungefähr 3 Stunden für die Dreharbeiten. Ganze 36 Frames, also 3 Sekunden, sind dabei rausgekommen. Naja, mit ein bisschen Übung kann man das hoffentlich noch auf 2-5 Sekunden pro Stunde erhöhen.
- Zuerst sind uns zwei 500Watt-Baulampen durchgebrannt. Obwohl sie fast unbenutzt waren hat die Lagerung von mehreren Jahren scheinbar die Lebensdauer stark verkürzt.
- Die Bilder sehen auf jedem unserer Monitore anders aus, doch ohne Referenz ist eine Kalibrierung schwierig. Hier würde uns ein Kalibrierungsgerät helfen, vielleicht kann man ja irgendwo eins leihen.
- Trotz Befestigung hat einer der Felsen bei Berührung gewackelt. Wir haben ihn aber wieder in seine Ursprungsposition zurückbewegt, also kann man die Bewegung im Film hoffentlich nicht sehen.
- Die Webcam hatte einen anderen Winkel und Bildausschnitt als unsere Spiegelreflex-Kamera. Bei den nächsten Einstellungen müssen wir das optimieren, um die Animation zu erleichtern.
- Zu guter Letzt sind die Gelenke der Kojoten-Puppe teilweise locker. Dadurch leidet die Präzision der Posierbarkeit und man braucht für jede Veränderung mehrere Versuche. Vors erste können wir das aber leider nicht reparieren.
Hier mal ein Bild für den ersten Eindruck (der Hintergrund ist nur ein Beispiel für die Stimmung):

Zu viel Licht
| Set-Design » Produktion » Pre-Produktion | 2 KommentareManchmal hat man es schon nicht leicht: „Mehr Licht „ verlangte Goethe auf seinem Sterbebett. Getreu dem Motto „der eine hat‘s der andere nicht“ haben wir in unserem Drehraum genau mit dem Gegenteil zu kämpfen.
Dank professionell geweißelter Wände reicht schon ein kleiner Scheinwerfer den Raum zum Strahlen zu bringen – was wir verständlicherweise nicht wollen. Die Lichtreflexionen der Wände und gerade auch der Decke erschweren die Ausleuchtung des Sets gewaltig.
Für kleine Räume ist es also wichtig, eine möglichst dunkle Wand- und Deckenfarbe zu wählen. Wer wie wir allerdings nur einen Raum gemietet hat, kann nicht einfach so anfangen zu streichen. Hier bleibt nur die Möglichkeit Wand und Decke abzuhängen. Dank unserem patentierten Scheinwerfergestell gestaltet sich das an unserem Set recht einfach.
An den Seiten und auf dem Gestell haben wir Stoffbahnen befestigt, die Lichtreflexionen verhindert. Dank dieser recht einfachen Methode können wir unser Set nun perfekt ausleuchten.














